From Zero to Hero

Die erste Saison

Wir haben Anfang Mai 2015, der Winter ist lange vorbei und in vielen Bundesländern wird der Startschuss in die neue Raubfischsaison eingeläutet.
Die meisten von euch halten es kaum noch zu Hause aus um endlich ans Wasser kommen und ich erst recht nicht.
Auf mich wartet ein funkelnagelneues Kayak in der Garage und gleich die erste Ausfahrt hat es so richtig in sich!

Aus Zeitgründen fische ich zwar oftmals alleine aber am liebsten fahre ich mit einem Angel Buddy zusammen raus. Gerade auf dem Kayak kann man sich gegenseitig filmen und fotografieren, seinen Kumpel zum Ein- und Abladen missbrauchen und sich in den kleinen Pausen zwischendurch gegenseitig einen Blumenkohl ans Ohr quatschen.
Abhilfe findet ihr im Netz und ein Kontakt für eine gemeinsame Ausfahrt ist schnell gefunden.
So geschehen, bin ich an die Handy Nummer unseres Marokkanischen Großmeisters gekommen und nach einem sehr sympathischen Gespräch machten wir einen Termin für das erste Date.
Kennzeichen: Rote Rose auf dem Tisch. Ich kam mit einem roten Kayak auf dem Dach!

Der Heemelsdorfer See

Zusammen haben wir uns den Hemmelsdorfer See ausgesucht.
Das Gewässer ist nicht nur für seinen hervorragenden Hechtbestand bekannt, neben guten Barschen hat man durchaus Chance auf einen ordentlichen Zander. Das Gewässer hat eine kleine Flotte an Vereinsbooten. Lediglich die Fortbewegung durch Muskelkraft ist erlaubt. Motorboote sind verboten!
Das erste Mal Kayak Angeln, Hemmelsdorfer See, Kayak fishing

Alle wichtigen Informationen zum Gewässer findet ihr im Hauptmenü unter der Rubrik „Gewässer Check->Hemmeldorfer See“ oder ganz einfach über diesen Link
Zu zweit ist das Abladen und zu Wasser bringen beinahe ein Kinderspiel und kaum hab ich mich versehen, stand ich auch schon mit meiner Bigbait Rute in Kampfstellung am ersten Spot, auf einem gar nicht so kippeligen Kayak. GEIL!
Nach nur wenigen Würfen schon der erste Biss auf meinen Svarzonker Big MC Rubber und ein richtig großer Fisch folgte dem Bait direkt bis vor das Kayak.
Eine Weile stand er noch so da, während ich fleißig 8ten drehte um ihn doch noch zum Biss zu animieren, leider verschwand er langsam in dem angetrübten Wasser. Für mich eine völlig neue Erfahrung.
Nachdem ich es gewohnt war das Nachläufer beim ersten Anblick des Bootes direkt abgedreht sind, war mir nun eher so als würde das Tier mein Kayak gar nicht so richtig für voll nehmen!
Leider tat sich nach diesem Ereignis weiter nichts mehr, also beschlossen wir erstmal eine Runde zu schleppen, um das Gewässer besser kennen zu lernen.

Entschneidert

Da die Durchschnittstiefe im östlichen Bereich des Sees ca. 4 Meter beträgt, viel die Wahl auf einen flach laufenden Wobbler. Lange musste ich nicht warten bis sich meine Rute zum Halbkreis bog. Mit einem richtig schönen 80er Hecht konnte ich mich auf meinem Kayak entschneidern.
Ein toller Fisch! Auch wenn mir die Größe in dem Moment total egal war, habe ich mich riesig über meinen Fang gefreut.
Da das Kraut um diese Jahreszeit noch nicht so hoch gewachsen sein kann und ich die Abläufe sehr gerne üben wollte, bot sich eine weitere Rute zum schleppen an.
Der Köder sollte auf ca. 3 Metern laufen und auch die Kollegen abholen, die sich im Schutze der Pflanzen am Grund versteckt hielten.
Rumms, Doppeldrill.
Nachdem ich gerade gesehen hab, das Aschi einen guten Fisch gehakt hat, steigt einen Augenblick später bei mir der nächste Räuber ein. Der Fisch bockt zwar auf den ersten paar Metern ordentlich rum, lässt sich aber im Laufe des Drills mühelos ans Kayak bringen.
Ich vermute einen halbstarken Hecht aber was mir da an der Oberfläche mit der Brustflosse entgegenwinkt, ist ein richtig schönes Zander Männchen im dunklen Laichkleid.
Da der Fisch allen Anschein noch im Leichgeschäft war, habe ich ihn gleich wieder zurückgesetzt, die Freude an diesem Tag konnte uns aber niemand mehr nehmen.
Während unserer ersten großen Runde im dem flachen Bereich viel mir eine kleine Rinne in dem eher monotonen Flachwasser auf.
Kaum wahrzunehmen, eher seicht verlief hier eine lange Rinne durch das Gewässer und wenn sonst keine Struktur vorhanden ist können solche kleinen Unterbrechungen wahre Fischmagneten sein.

Vertical

Wenn ihr beim Wurfangeln einen solchen Bereich nicht vernünftig ausfischen könnt, weil ihr zu schnell drüber fliegt, bietet sich z.B. das Vertikalangeln sehr gut an. Dabei kann man einen weiteren großen Trumpf gegenüber herkömmlichen Booten ausspielen.
Man erzeugt mit dem Antrieb nämlich wesentlich weniger Lärm und … als mit einem E-Motor.
Stück für Stück arbeitet man leise den heißen Bereich nach hungrigen Räubern ab! Ich fische einen 14er Freddy Shad an einem 21 Gramm Kopf. Der Bug steht dabei vorzugsweise im Wind.
Ruuuums, was ein Einschlag. Nach ein paar kräftigen Kopfschlägen zeigte sich wieder ein wunderschöner Zanderbock an der Oberfläche.
Ein makelloser Fisch, dunkel gefärbt und richtig kräftig. Auch kaum zerrupft wie man sie oftmals in der Leichzeit zu sehen kriegt. Alles Gentleman hier am Hemmelsdorfer See.

Die Schohnzeit war zwar offiziell zu Ende aber davon wussten die Fische leider nichts.
Auch wenn es noch so in den Fingern juckt, die Vernunft muss siegen und die Fische gehören in Ruhe gelassen damit sie sich um ihren Nachwuchs kümmern können.
Nach ein paar weiteren Spot wechseln tat sich an diesem Tag leider gar nichts mehr aber was für ein wundervoller Einstand.
„From Zero to Hero“ so in etwa habe ich mich nach diesm Ausflug gefühlt. Obwohl es in der Regel seine Zeit braucht, bis man sich ein so großes Gewässer erstmal erarbeitet, hat es für die erste Ausfahrt erstaunlich gut geklappt. Am Ende des Tages hatten wir uns 5 Hechte, 2 Zander und eine Hand voll Barsche zusammen geangelt.

Ein guter Freund

Aus einem Kumpel ist seither eine gute Freundschaft entstanden die bis heute anhält und über das Angeln hinaus geht.

Wir hoffen das euch der Beitrag gefallen hat und würden uns über ein kurzes Kommentar freuen!
Wenn Ihr Tipps und Anregungen habt, meldet euch doch bitte über einen unserer Channels oder direkt per E-Mail bei uns.

 

Viele Grüße

Krystian Wojtczak

Autor dieses Beitrags

Über Krystian Wojtczak 17 Artikel
Hallo Freunde ich bin der Krys und ich bin Kayak-Angelsüchtig! Ich freue mich das ich heute hier sein darf, um mit euch ein wenig über mein Laster zu sprechen. Ihr erreicht mich mit einem Klick auf eins der unten aufgeführten Symbole!

6 Kommentare

  1. Schönen Dank, wir sind regelmäßig auf dem Wasser und freuen uns immer über netten Kontakt

  2. Feine Seite! Die Sucht nach Kayakfishing kann ich nur bestätigen. Vielleicht trifft man sich mal auf einen der schönsten Seen im Norden. Freue mich auf weitere spannende Berichte…

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